Der Sacro Monte di Varese ist Teil einer Gruppe von neun heiligen Bergen in den Alpen von Piedmont und der Lombardei. Im Jahr 2003 wurde er als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. Er war ein Ort der Pilgerfahrt seit dem Mittelalter. Am Sacro Monte können die Gäste einen malerischen Spaziergang entlang eines etwa zwei Meilen langen gepflasterten Weges geniessen. Sie können auf dem Weg die vierzehn Kapellen bewundern, welche dem Rosenkranzgeheimnis gewidmet sind. Am Ende des Weges befindet sich das Heiligtum von Santa Maria del Monte, ein historischer Ort, umgeben von einer wunderschönen Landschaft.

Geschichte

Sacro Monte, gegründet im XI. Jahrhundert, war eine kleine romanische Zufluchtsstätte für Gläubige von überall, sogar von Mailand und dem Kanton Tessin. Langsam entstand ein kleines Dorf um die Zufluchtsstätte, um Priester zu empfangen und für Personen, welche den Pilgern Schutz boten.

Über die Zeit hatte die Zufluchtsstätte einen derart grossen Zustrom von Pilgern, dass der Ort im Jahr 1472 durch den Architekten Bartolomeo Gadio umgebaut und vergrössert wurde. Zwei Jahre nach dem Auftrag von Romite Ambrosiane wurde vom Papst Sisto IV. die Erlaubnis erteilt, ein Kloster zu errichten.

Sacromonte 1
Sacromonte 2

Im siebzehnten Jahrhundert konzipierte die im Kloster ansässige Schwester Maria Tecla Cid die Idee eines Kurses, welcher dem Rosenkranzgeheimnis gewidmet war. Die Idee wurde mit der grossartigen Hilfe von Kapuzinervater John Baptist Aguggiari Realität. Der Architekt Joseph Bernascone fühlte sich der Aufgabe verpflichtet, sich der Architektur von Kapellen und dem Weg entlang der Berge zu widmen.

Er machte dieses Werk zur grössten Aufgabe seines Lebens und steckte viel Mühe und Energie in das Design des ganzen Ortes. Der Bau war 1698 abgeschlossen. Dank der aussergewöhnlichen Fähigkeiten von Bernascone, dem grossen organisatorischen Geschick von Vater Aguggiari und zahlreichen Spenden, können wir heute nach wie vor diesen Wanderweg geniessen, welcher über grosse kulturelle und religiöse Bedeutung verfügt und Besucher entlang der Berge zur Zufluchtsstätte führt.